Texte und Gebete

Menschen in seelischen Nöten helfen glaubhafte Versicherungen, dass neue Hoffnung wachsen kann. Sie brauchen eine Sprache, in der sie sich aufgehoben fühlen; Texte, die Lebensmut schenken; Bilder, die ihre Seele wieder atmen lassen.

 

 

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Vertrauen

Ich glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage
soviel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen.
Aber er gibt sie uns nicht im voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst
Vor der Zukunft überwunden sein.
Ich glaube,
dass Gott kein zeitloses Fatum ist,
sondern dass er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

von Dietrich Bonhoeffer

Abendgebet des heiligen Augustinus

Herr, du hast uns geschaffen,
und unser Herz ist unruhig,
bis es Ruhe findet in dir.
Dein ist das Licht des Tages.
Dein ist das Dunkel der Nacht.

Das Leben ist dein und der Tod.
Ich selbst bin dein und bete dich an.
Lass mich ruhen in Frieden,
segne den kommenden Tag und
lass mich erwachen, dich zu rühmen.
Amen.

Gebet in der Zeit der Krankheit

Alles, was mein Leben schwer macht,
lege ich in deine Hand, mein Gott.

Ich weiß nicht, warum ausgerechnet ich
krank geworden bin.
Ich weiß auch nicht,
wie ich alles durchstehen werde.

Werde ich die Kraft finden,
werde ich die Geduld haben
und die Gelassenheit,
die ich brauche?

Bleibe bei mir und halte mich,
und wenn ich nicht weiter kann,
so bitte ich dich, dann trage mich.

Zitat

„Wir sollen Gott nicht für uns benutzen, sondern das, was das Leben uns anbietet, als Weg zu Gott verstehen.“ Anselm Grün